K.Walter und ERA treffen Vereinbarung zur Zusammenarbeit bei der Chromtrioxid-Autorisierung

K.Walter tritt europäischem Konsortium für Chromtrioxid-REACH-Autorisierung bei

Die größten Hersteller, Importeure und Anwender von Chromtrioxid haben ein europaweites Konsortium gegründet, mit dem Ziel, die Zulassung für den weiteren Einsatz von Chromtrioxid zu erlangen. K.Walter ist am 8. März 2012 dieser Vereinigung beigetreten und wird hier in enger Absprache mit der ERA die Belange der Tiefdruckindustrie bestmöglich einbringen.

Dieser Einsatz erscheint vor dem Hintergrund einer Empfehlung der europäischen Chemieagentur (ECHA) vom Dezember 2011 dringend geboten. Denn darin wird für Chromtrioxid eine Autorisierung unter REACH gefordert. Im Tiefdruck wird Chromtrioxid für die Erzeugung von Hartchromschichten für Druckzylinder verwendet. Folgt die EU der Empfehlung, wird Chromtrioxid mit größter Wahrscheinlichkeit Anfang 2013 in den REACH Annex XIV der generell verbotenen Stoffe aufgenommen. 

  • Mit der Aufnahme in Annex XIV ist 39 Monate später, also Mitte 2016, dann ein Vermarktungs- und Einsatzverbot in der EU verbunden.
  • Dieses Verbot greift nur dann nicht, wenn eine anwenderspezifische Autorisierung und damit Zulassung bei der ECHA beantragt und positiv beschieden wird.
  • Schaffen es die Betriebe nicht, die Zulassung zu erhalten, dürfen sie Chromtrioxid nicht mehr verwenden. Unabhängig von den ökonomischen Folgen für den Betrieb.
  • Die Autorisierung muss mindestens an ein Mitglied in der Lieferkette erteilt werden.
  • Im Augenblick gibt es keinen verfügbaren Industrieprozess, der zu Oberflächen führt, die die Chromoberflächen substituieren können.


Unserer Meinung nach benötigt der Tiefdruck den Chromprozess und die damit zusammenhängenden Produktionsschritte also noch für viele Jahre. Diese Position wurde am 7. März 2012 von Christoph Gschoßmann, Geschäftsführer von K.Walter,  beim gemeinsamen Treffen der technischen Kommissionen der ERA in Düsseldorf dargelegt. Er bat dabei um eine Stellungnahme durch die ERA und ihre Mitglieder. Diese sprachen sich dafür aus, dass K.Walter als eine Art Repräsentant für den Tiefdruck im Konsortium auftreten sollte, in dem alle notwendigen Papiere, Messungen und Dossiers für den Antrag auf Autorisierung bei der ECHA erstellt werden. Durch Abstimmung wurde beschlossen, K.Walter bei der Beschaffung und Erarbeitung der notwendigen Daten für die Dossiers und bei der Ausarbeitung der Vorschläge zu den zukünftigen Luftgrenzwerten zu unterstützen.

Unserer Ansicht nach ist der Verchromungsprozess im Tiefdruck in Bezug auf Umwelt und Arbeitssicherheit weitaus fortschrittlicher und sicherer als in anderen vergleichbaren Industrien. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, die Autorisierung zu erlangen, wenn wir die spezifische Anwendung im Tiefdruck mit der vorhandenen Anlagentechnik im Autorisierungsdossier beschreiben und einarbeiten.

K.Walter wird im Sinne der gesamten Tiefdruckindustrie aktiv am Autorisierungsprozess teilnehmen. Nur so können wir sicherstellen, zu jedem Zeitpunkt die aktuellsten Informationen zu bekommen und die Belange des Tiefdrucks optimal abzudecken.

Wir werden Sie laufend im helioscope Newsletter (www.heliograph-holding.net) und auf www.kwalter.de informieren.

Falls Sie Fragen zu diesem sehr komplexen Thema haben, zögern Sie nicht, unser Expertenteam unter chrome@kwalter.de zu kontaktieren.

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